Ein Pilotprojekt zur Stärkung migrierter Frauen in der Pandemie
Inmitten der Herausforderungen der Corona-Pandemie hat der Verein Banowani Mohajer – Interkulturelle Migrantinnen e. V. in Kooperation mit HoR Rhein-Main / beramí e. V. ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt: Mit dem Projekt „Frauen in Bewegung in der Corona-Zeit“ wurde von April bis Juni 2023 ein geschützter Raum für geflüchtete und migrierte Frauen – insbesondere afghanische Frauen – geschaffen, um ihre Resilienz zu stärken und ihre Gesundheit zu fördern.
Ziel der Pilotphase war es, eine menschliche und praxisnahe Antwort auf die spezifischen Belastungen dieser Zielgruppe während der Pandemie zu geben. Viele der teilnehmenden Frauen litten unter psychischer Belastung, Isolation und familiären Herausforderungen, die durch die Pandemie noch verschärft wurden.
Das Projekt setzte gezielt auf ein ganzheitliches Konzept:
Bewegungsworkshops wie Yoga und Entspannungsübungen halfen, körperliches Wohlbefinden zu fördern und Stress abzubauen.
Beratungssitzungen mit Fachberaterinnen thematisierten körperliche und seelische Gesundheit.
Austausch und Empowerment standen im Fokus – in einem geschützten, frauenspezifischen Raum konnten die Teilnehmerinnen neue Kraft schöpfen, ihre Erfahrungen teilen und zur Ruhe kommen.
Insgesamt nahmen rund 20 Frauen aktiv an dem Projekt teil. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Viele Teilnehmerinnen berichteten, dass sie sich erstmals seit Langem wieder gehört, verstanden und gestärkt fühlten. Das Gefühl von Zugehörigkeit, Solidarität und Hoffnung war für sie besonders wertvoll.
Der Erfolg dieses Projekts macht deutlich: Es braucht mehr gesundheitsfördernde, bildungsorientierte und unterstützende Räume für geflüchtete und migrierte Frauen – insbesondere in Krisenzeiten. Das Pilotprojekt „Frauen in Bewegung“ ist ein ermutigendes Beispiel für gelebte Solidarität und Empowerment.